Calwer Skibasar 15. November 2025

Skibasar – Seit 13 Jahren organisiert von Karin B.
Wenn man mit Karin spricht, wird schnell klar: Ski fahren ist für sie nicht einfach ein Hobby, sondern ein echtes Stück Lebensgeschichte. Seit fast 50 Jahren ist sie Mitglied im TSV Calw – „seit ich mit drei Jahren ins Kinderturnen gekommen bin“, erzählt sie lachend. Schon früh wechselte sie in die Skizunft, fuhr Rennen auf Kreis- und Bezirksebene und stand bereits im Alter von vier Jahren sicher auf den Brettern. Gelernt hat sie das im Österreichischen Montafon, das regelmäßige Training und Rennfahren fand dann im Verein statt. Heute ist die 52-Jährige nicht nur leidenschaftliche Skifahrerin und Skilehrerin, sondern seit 2013 auch Hauptorganisatorin des beliebten Skibasars des TSV Calw. Der Basar hat eine lange Tradition und ist für viele Familien im Calwer Raum ein fester Termin im Jahreskalender.
Ein eingespieltes Team und viel Engagement
Der Basar, der seit Jahrzehnten stattfindet, folgt einem bewährten Konzept: Die Annahme der Waren findet am Samstagvormittag statt, ab 14 Uhr wird verkauft. „Früher lief das über zwei Tage, heute bekommen wir alles an einem Tag hin“, erklärt Karin. Insgesamt 50 Helferinnen und Helfer waren in diesem Jahr im Einsatz – darunter viele Skilehrer und zahlreiche Jugendliche, die beim Einsortieren und Organisieren unterstützen. Beraten wird aus Gründen der Verantwortung allerdings erst ab 18 Jahren.
„Wir sind ein Team von vier Hauptverantwortlichen“, sagt Karin. Während sie selbst die Gesamtkoordination übernimmt, kümmern sich Christine J., Barbara S. und Charlotte A. um Werbung, Kuchenverkauf und Kasse. Dazu kommen drei Händler, die jedes Jahr neue Ware anbieten. Ein weiterer Service, der den Basar besonders attraktiv macht, kommt vom Altburger Sportgeschäft Pep Up. Es stellt vor Ort die Bindungen professionell ein – ein Angebot, das viele Käuferinnen und Käufer gerne nutzen.
Nachhaltig und familienfreundlich
Für viele Familien ist der Skibasar eine unverzichtbare Möglichkeit, ihre Kinder für den Winter auszurüsten. „Kinder brauchen fast jedes Jahr eine neue Ausrüstung, da lohnt sich ein gut sortierter Basar einfach“, erklärt Karin. Der Basar bietet deshalb sowohl eine nachhaltige als auch eine finanzielle Entlastung. Neben Ski und Skischuhen kommen auch Stöcke, Anzüge, Snowboards oder Schlittschuhe unter den Hammer. Helme werden aus Sicherheitsgründen nur noch neu von Händlern angenommen.
Zahlreiche Personen brachten in diesem Jahr ihre Ausrüstung vorbei – oft mit mehreren Teilen. Die Umsätze schwanken von Jahr zu Jahr. „Ich glaube, die besten Jahre haben wir hinter uns“, sagt Karin realistisch. „Ski fahren insgesamt ist rückläufig – und Snowboarden erst recht.“
Neues Gelände, neue Ideen
Weil die Halle in Stammheim derzeit renoviert wird, fand der Basar erstmals in Neuhengstett statt – mit Erfolg. Parallel arbeitet die Skizunft daran, ihr Angebot trotz schwieriger Schneesituationen attraktiv zu halten. Besonders stolz ist Karin auf die neu angeschafften Skimatten, mit denen Anfängerkurse künftig auch ohne Schnee möglich sind. „Die Matten kann man auf jeden kleinen Hügel legen. Für die Kleinen ist das perfekt“, sagt sie.
Geplant sind in diesem Winter – sofern die Schneelage es zulässt – Skikurse am 13. und 14. Dezember am Kaltenbronn sowie unabhängig vom Wetter ein Schnupperkurs für Kinder am 20. Dezember 2025 in Calw.
Leidenschaft, die verbindet
Privat fährt Karin weiterhin begeistert Ski, am liebsten gemeinsam mit ihrem Mann und ihrer Tochter. Ein besonderes Erlebnis war für sie im vergangenen Jahr eine Reise nach Japan. „Mein Geheimtipp zum Tiefschneefahren“, verrät sie. Dort könne man schon auf 300 bis 1300 Metern Höhe perfekten Pulverschnee genießen. „Das war etwas ganz Besonderes.“
Was sie beim Basar besonders freut? „Ich bin wirklich dankbar, dass ich immer genug Helfer habe. Die Unterstützung ist großartig.“ Und genau dieses Engagement macht den Skibasar des TSV Calw seit Jahrzehnten zu dem, was er ist – ein Treffpunkt für Wintersportbegeisterte und ein Herzstück des Vereins.


